Google Unternehmensprofil · Places API · Website-Integration

Öffnungszeiten von Google auf der Webseite anzeigen

Du pflegst deine Öffnungszeiten schon im Google-Unternehmensprofil und willst sie automatisch auch auf deiner Website zeigen? Geht – aber nur zwei Wege sind dafür wirklich sinnvoll. Hier ist die Schnell-Entscheidung als Tabelle, dann zwei Schritt-für-Schritt-Guides mit fertigen KI-Prompts, die in jedem Website-Builder funktionieren.

Pro & Contra auf einen Blick

Such dir die Zeile, die zu dir passt. Darunter findest du beide API-Wege ausführlich – und die Null-Technik-Variante.

Vergleich der Wege, um Google-Öffnungszeiten auf der Website anzuzeigen: Google Business Profile API, Google Places API und das iFrame von ÖffnungszeitenDisplay nach Kosten, nötigem Coding, Google-Freigabe, Dauer bis online und idealem Einsatz.
LösungKostenCoding nötigGoogle-FreigabeOnline nachIdeal für
Business Profile APIKostenlosJa – mit KI machbarJa, Antrag nötigTage bis WochenEigenes Profil, kein Budget
Places APIMeist gratis*, Kreditkarte nötigJa – mit KI machbarNein, nur API-Key1–2 StundenSchnell & automatisch
iFrame von unsIm Produkt enthaltenNeinNeinSofortNull Technik nötig

* Öffnungszeiten liegen in der „Pro“-Stufe der Places API. Mit Server-Cache bleibt eine einzelne Website meist im kostenlosen Monatskontingent – ein Google-Cloud-Konto mit hinterlegter Kreditkarte ist aber Pflicht.

Ratgeber

Die kurze Antwort: zwei sinnvolle Wege – und scrapen gehört nicht dazu

Von Lorenz Fedeli, Gründer · aktualisiert am 26.06.2026

Es gibt keine saubere Abkürzung über das Auslesen der Google-Suche oder deines Maps-Eintrags – das bricht ständig und verstößt gegen Googles Regeln. Der stabile Weg führt über zwei offizielle Schnittstellen: die Google Business Profile API (kostenlos, aber du gibst deiner App vollen Zugriff auf dein Profil und brauchst eine Freigabe) oder die Google Places API (schnell eingerichtet, nur ein API-Key, dafür mit Kreditkarte im Hintergrund). Wer gar nicht selbst basteln will, nutzt das iFrame von ÖffnungszeitenDisplay. Alle drei im Detail:

Weg 1 · Kostenlos

Google Business Profile API: gratis, aber mit Vollzugriff

Diese API kostet keine Nutzungsgebühr. Der Haken: Du autorisierst deine eigene App per OAuth, dein Profil komplett zu lesen und zu verwalten („business.manage“) – und Google muss dir den Zugang erst freischalten. Dafür liest du die Zeiten direkt aus deinem eigenen Unternehmensprofil, ganz ohne laufende Kosten. Am besten geeignet, wenn du das Profil selbst verwaltest und kein Budget für API-Calls ausgeben willst.

So richtest du den Zugang ein

  1. 1. Voraussetzungen prüfen. Du brauchst ein bestätigtes Google-Unternehmensprofil (idealerweise 60+ Tage aktiv), eine echte Firmen-Website und das Google-Konto, das das Profil verwaltet.
  2. 2. Google-Cloud-Projekt anlegen. Erstelle ein Projekt und aktiviere die Business Profile APIs (Account Management und Business Information).
  3. 3. Zugriff beantragen. Fülle das Formular „Application for Basic API Access“ aus. Wichtig: Neue Projekte haben Kontingent 0 – ohne Freigabe bekommst du keine Daten. Die Prüfung dauert Tage bis Wochen.
  4. 4. OAuth einrichten. Konfiguriere den OAuth-Zustimmungsbildschirm, erstelle eine OAuth-Client-ID, autorisiere einmal mit dem Scope business.manage und sichere den Refresh-Token serverseitig.
  5. 5. Öffnungszeiten abrufen. Lies die Zeiten deiner Location mit einer readMask – so bekommst du nur das Feld regularHours.

Vorbereitetes Material: So sieht die Antwort aus

{
  "regularHours": {
    "periods": [
      { "openDay": "MONDAY",  "openTime": { "hours": 9 },
        "closeDay": "MONDAY",  "closeTime": { "hours": 18 } },
      { "openDay": "TUESDAY", "openTime": { "hours": 9 },
        "closeDay": "TUESDAY", "closeTime": { "hours": 18 } }
    ]
  }
}

Diese Struktur gibst du der KI mit, damit sie weiß, wie die Zeiten aufgebaut sind. Endpoint: mybusinessbusinessinformation.googleapis.com/v1/LOCATION_NAME?readMask=regularHours

Prompt zum Kopieren – in ChatGPT, Claude oder deinen KI-Builder

Erstelle eine serverseitige Integration für meine Website, die die
Öffnungszeiten aus MEINEM eigenen Google-Unternehmensprofil über die
Google Business Profile API holt und anzeigt.

Vorgaben:
- Auth: OAuth 2.0 mit dem Scope https://www.googleapis.com/auth/business.manage.
  Nutze einen serverseitig gespeicherten Refresh-Token, um Access-Tokens zu
  erneuern. Keine Tokens im Frontend.
- Öffnungszeiten lesen:
  GET https://mybusinessbusinessinformation.googleapis.com/v1/LOCATION_NAME?readMask=regularHours,title
  (LOCATION_NAME sieht aus wie "locations/0123456789".)
- Die Antwort enthält regularHours.periods mit openDay, openTime {hours, minutes},
  closeDay und closeTime. Wandle das in lesbare deutsche Zeilen pro Wochentag um
  (z. B. "Montag: 09:00–18:00", pro Tag zusammengefasst).
- Ergebnis 24 Stunden serverseitig cachen und serverseitig rendern.
- Fallback anzeigen, wenn die API nicht erreichbar ist.

Frag mich nach LOCATION_NAME, Client-ID, Client-Secret und Refresh-Token und
erkläre mir, wo ich sie einsetze.

Weg 2 · Schnell

Google Places API: in 1–2 Stunden online, nur ein API-Key

Die Places API braucht keine langwierige Freigabe – nur einen API-Key und die Place ID deines Betriebs. Praktischer Bonus: Sie liefert die Zeiten mit languageCode=de schon als fertige deutsche Zeilen. Der einzige Haken: Du brauchst ein Google-Cloud-Konto mit Kreditkarte, weil Öffnungszeiten in der kostenpflichtigen „Pro“-Stufe liegen.

So richtest du es ein

  1. 1. Place ID finden. Jeder Google-Ort hat eine eindeutige Place ID. Über sie fragst du später genau deinen Standort ab (Googles „Place ID Finder“ hilft).
  2. 2. Projekt + Billing aktivieren. Lege ein Google-Cloud-Projekt an, aktiviere die „Places API (New)“ und hinterlege eine Kreditkarte (Billing).
  3. 3. API-Key erstellen und einschränken. Beschränke den Key so eng wie möglich – auf die Places API und auf deinen Server. So kann ihn niemand missbrauchen.
  4. 4. Place Details mit Field Mask abrufen. Die Field Mask sorgt dafür, dass du nur die nötigen Felder lädst – das hält die Kosten niedrig.
  5. 5. Serverseitig cachen. Frag Google nicht bei jedem Seitenaufruf neu. Ein 24-Stunden-Cache spart Kosten, macht die Seite schnell und schützt vor Ausfällen.

Beispiel: Place-Details-Anfrage

curl -X GET \
  -H "X-Goog-Api-Key: API_KEY" \
  -H "X-Goog-FieldMask: displayName,regularOpeningHours,currentOpeningHours,googleMapsUri" \
  "https://places.googleapis.com/v1/places/PLACE_ID?languageCode=de"

Die Antwort enthält fertige deutsche Zeilen, die du direkt ausgeben kannst:

{
  "regularOpeningHours": {
    "openNow": true,
    "weekdayDescriptions": [
      "Montag: 09:00–18:00",
      "Dienstag: 09:00–18:00",
      "Mittwoch: 09:00–18:00",
      "Donnerstag: 09:00–18:00",
      "Freitag: 09:00–18:00",
      "Samstag: 10:00–14:00",
      "Sonntag: Geschlossen"
    ]
  }
}

Welche Felder was kosten, steht in den Place Data Fields und der Places-API-Preisübersicht.

Prompt zum Kopieren – in ChatGPT, Claude oder deinen KI-Builder

Erstelle eine serverseitige Funktion (z. B. eine API-Route oder Cloud Function)
für meine Website, die die aktuellen Öffnungszeiten meines Betriebs aus der
Google Places API (New) holt und anzeigt.

Vorgaben:
- Anfrage: GET https://places.googleapis.com/v1/places/PLACE_ID?languageCode=de
- Header: "X-Goog-Api-Key: API_KEY" und
  "X-Goog-FieldMask: regularOpeningHours,currentOpeningHours,displayName,googleMapsUri"
- Den API-Key NUR serverseitig verwenden, niemals im HTML/Frontend sichtbar machen.
- Die Antwort 24 Stunden serverseitig zwischenspeichern (cachen), damit nicht bei
  jedem Seitenaufruf eine Anfrage an Google geht – das spart Kosten.
- Aus der Antwort das Feld regularOpeningHours.weekdayDescriptions nehmen
  (enthält bereits fertige deutsche Zeilen wie "Montag: 09:00–18:00") und als
  saubere Liste oder Tabelle ausgeben.
- currentOpeningHours.openNow nutzen, um "Jetzt geöffnet" / "Geschlossen" anzuzeigen.
- Wenn Google nicht erreichbar ist, die zuletzt gecachten Zeiten oder einen
  freundlichen Hinweis zeigen – niemals eine leere Seite oder Fehlermeldung.
- Die Zeiten serverseitig rendern (gut für Google), nicht erst per JavaScript
  im Browser nachladen.

Ersetze PLACE_ID und API_KEY durch meine Werte und erkläre mir kurz, wo ich
beide einsetze.

Ohne Technik

Kein API-Stress: ein iFrame mit denselben Öffnungszeiten

Beide API-Wege sind machbar – aber wenn dir das alles zu viel ist, gibt es eine Abkürzung ohne Cloud-Projekt, ohne API-Key und ohne Caching. Käufer von ÖffnungszeitenDisplay.de bekommen ein fertiges iFrame für die eigene Website. Es zeigt dieselben Öffnungszeiten wie das digitale Schild im Schaufenster – du pflegst die Zeiten also nur an einer Stelle.

Mit optionalem Google Sync lässt sich diese Anzeige zusätzlich mit deinen Google-Öffnungszeiten verbinden. Dann hängen Google, Website und Schaufenster am selben Aktualisierungsprozess statt an drei getrennten Baustellen.

Praktisch heißt das: aktuelle Öffnungszeiten auf der Website, ohne selbst Places API, Caching, API-Key-Schutz und Google-Felder zu bauen. Einbinden, fertig.

Drei typische Fehler

  • Google-Seiten scrapen. Bricht schnell, ist schwer wartbar und verstößt gegen die Richtlinien. Immer die offiziellen APIs nutzen.
  • API-Key oder Token im Frontend. Schlüssel und OAuth-Tokens gehören auf den Server – sonst kann sie jeder aus dem Quelltext kopieren und auf deine Kosten nutzen.
  • Zeiten nur clientseitig nachladen. Für Besucher okay, für SEO und Tempo schwächer. Besser serverseitig gerendert oder statisch gecacht.

Was ist mit Feiertagen und Sonderzeiten?

Genau hier entscheidet sich, ob die Integration im Alltag trägt. Regelzeiten sind einfach. Feiertage, Urlaub, Inventur oder kurzfristige Änderungen sind der eigentliche Stresstest. Wenn du Google-Daten übernimmst, muss klar sein, welche Quelle gewinnt: Google, dein CMS oder dein internes System.

Für die Website ist oft ein Mix am besten: Regelzeiten automatisch, Sonderhinweise aber sofort sichtbar ausspielen. Für den Aushang im Laden hilft zusätzlich unsere kostenlose Öffnungszeiten-Schild-Vorlage. Welche Schild-Art sich fürs Schaufenster eignet, vergleicht der Ratgeber zum digitalen Öffnungszeitenschild.

Wenn die Website aktuell ist, sollte das Schaufenster es auch sein

Die Website zeigt die Zeiten automatisch – vor Ort hängt aber oft noch der alte Papierzettel. Genau dafür gibt es das digitale Öffnungszeiten-Display fürs Schaufenster: ein ruhiges E-Paper-Schild, das du per Web App aktualisierst. Käufer bekommen das Website-iFrame dazu – mit Google Sync optional an die Google-Zeiten angebunden.

  • Öffnungszeiten und Sonderhinweise vom Handy ändern.
  • Website-iFrame mit denselben Zeiten wie auf dem Schild.
  • Optionaler Google Sync für Google, Website und Schaufenster.
  • Gut lesbar wie Papier, ohne grellen Bildschirm im Fenster.
  • Praktisch für Feiertage, Urlaub und kurzfristige Änderungen.

Häufige Fragen

Welcher Weg ist wirklich kostenlos?

Die Google Business Profile API verlangt keine Nutzungsgebühr – dafür musst du den Zugriff bei Google beantragen und deiner eigenen App per OAuth vollen Zugriff auf dein Profil geben. Die Places API ist für eine einzelne Website mit Server-Cache meist im kostenlosen Monatskontingent, setzt aber ein Google-Cloud-Konto mit hinterlegter Kreditkarte voraus. Beim iFrame von ÖffnungszeitenDisplay ist die Anzeige im Kaufpreis enthalten.

Brauche ich Programmierkenntnisse, um Google-Öffnungszeiten anzuzeigen?

Für die API-Wege ja – aber du musst es nicht selbst tippen. Mit den fertigen Prompts in diesem Ratgeber kommst du in jedem KI-Website-Builder (oder mit ChatGPT/Claude) als Laie weit. Ganz ohne Technik geht es nur über den iFrame.

Wie lange dauert die Google-Freigabe für die Business Profile API?

Je nach Prüfung einige Tage bis Wochen. Dein Google-Unternehmensprofil sollte bestätigt und idealerweise seit mindestens 60 Tagen aktiv sein, und du brauchst eine echte Firmen-Website. Neue Projekte starten mit Kontingent 0 – ohne Freigabe bekommst du keine Daten.

Kostet die Anzeige von Google-Öffnungszeiten über die Places API Geld?

Sie kann kostenpflichtig werden, weil die Google Maps Platform nach genutzten Feldern abrechnet. Öffnungszeiten liegen in der teureren „Pro"-Stufe. Mit Server-Cache und einer Field Mask bleibt eine einzelne Website in der Praxis meist im kostenlosen Monatskontingent. Ein Cloud-Konto mit Kreditkarte ist trotzdem Pflicht.

Kann ich mit ÖffnungszeitenDisplay die Zeiten auch auf meiner Website anzeigen?

Ja. Wer das Produkt kauft, bekommt ein iFrame für die eigene Website. Es zeigt dieselben Öffnungszeiten wie das digitale Schild im Schaufenster. Mit optionalem Google Sync lässt sich diese Anzeige zusätzlich mit den Google-Öffnungszeiten verbinden.

Darf ich Google Maps oder mein Unternehmensprofil einfach auslesen?

Nein, Google-Seiten zu scrapen ist technisch fragil und verstößt gegen die Richtlinien. Nutze die offiziellen APIs, halte dich an die Nutzungsbedingungen und zeige nötige Attributionen oder Google-Maps-Links an.

Ist es schlecht für SEO, Öffnungszeiten nur per API nachzuladen?

Wenn der Googlebot die Zeiten nicht zuverlässig im HTML sieht, ja. Besser ist eine serverseitig gerenderte oder gecachte Ausgabe plus saubere LocalBusiness-Strukturdaten mit openingHoursSpecification.